
Menschen, auf die man sich verlassen kann. Das ist es, was ein erfolgreiches Unternehmen ausmacht und was man vor allem in bewegten Zeiten braucht. Deswegen freuten sich die Geschäftsführer Ulrich Stetter und Harald Wolfbauer sowie der Geschäftsführende Gesellschafter Christoph Schleunung besonders, dass sie in diesem Jahr elf langjährigen Betriebszugehörigen ihren Dank aussprechen durften. „Wir sind sehr stolz, so viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns zu haben. Sie alle sind seit vielen Jahren maßgeblich am Unternehmenserfolg beteiligt“, dankte Schleunung den Angestellten.
Auf 40 Jahre in unserem Haus blicken Klaus Eckert und Roland Ehehalt zurück. Seit 30 Jahren ist Andreas Walter bereits bei der Herzblutdruckerei. Vor 25 Jahren haben Thomas Gesell, Wolfgang Fischer, Jochen Englert, Christine Schäbler, Nicole Piccon sowie Ilona Schäffer begonnen, bei uns zu arbeiten. Sie wurden aus diesem Anlass auch mit der Ehrenurkunde der IHK bedacht. Und auch bei Anette Beck und Sabine Schubart stehen bereits 20 Jahre Schleunungdruck im Lebenslauf.
Geschäftsführer Harald Wolfbauer, Klaus Eckert (40 Jahre bei Schleunung), Geschäftsführender Gesellschafter Christoph Schleunung, Andreas Walter (30 Jahre bei Schleunung), Geschäftsführer Ulrich Stetter bei der Ehrung langjähriger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Von links nach rechts: Geschäftsführer Harald Wolfbauer, Ilona Schäffer, Geschäftsführender Gesellschafter Christoph Schleunung, Wolfgang Fischer, Thomas Gesell, Jochen Englert, Geschäftsführer Ulrich Stetter und Christine Schäbler.
Von links nach rechts: Geschäftsführer Harald Wolfbauer, Anette Beck, Geschäftsführender Gesellschafter Christoph Schleunung, Sabine Schubart, Geschäftsführer Ulrich Stetter
Um die Ehrungsfeier Pandemie-konform möglichst klein zu halten, waren die für 10 Jahre Firmenzugehörigkeit zu Ehrenden nicht persönlich anwesend. Natürlich sprach die Unternehmensleitung auch Harry Knoops, Matthias Krause, Daniel Tennert, Manuel Körber, Udo Schieser, Klaus Heise, Jacobus Knoops und Heike Kreutner ganz herzlich ihren Dank aus.
Nach der Ehrung der Jubilare durften sich zwei neu ausgelernte Fachkräfte über eine Urkunde der IHK freuen. Arijan Bajisini ist stolz auf das Erreichen des 3. Platzes bei der IHK Prüfungs-Wertung der Medientechnologen Weiterverarbeitung. Heiko Rützel freut sich über einen 2. Platz bei den Medientechnologen Druck.
Von links nach rechts: Arijan Bajisini, Geschäftsführer Harald Wolfbauer, Ausbilder Wolfgang Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter Christoph Schleunung, Heiko Rützel, Geschäftsführer Ulrich Stetter
Die gesamte Belegschaft von Schleunung blickt auf ein bewegtes und sehr herausforderndes Jahr zurück. Neben Corona haben wir, wie viele andere Branchen auch, mit den Lieferengpässen am Rohstoffmarkt zu kämpfen. Auch in diesem Jahr musste unsere Weihnachtsfeier ausfallen, bei der die Ehrungen normalerweise ihren Platz haben. Nichtsdestotrotz freuten sich die Geehrten über die Glückwünsche und kamen kurz zum Gruppenfoto im Verwaltungsgebäude zusammen.

Über einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro freuten sich Marlies Grollmann, die Geschäftsführerin der Lebenshilfe für Behinderte Marktheidenfeld und Umgebung e.V. sowie der Vereinsvorsitzende Dr. Thomas Klein. Bei einer kleinen Feierstunde überbrachte Christoph Schleunung das Weihnachtsgeschenk, auf das man bei Schleunung auch diesmal nicht verzichten wollte. Seit Jahrzehnten spendet das Marktheidenfelder Unternehmen an den Verein und davon lasse man sich nicht abbringen, weder von einer Pandemie noch von wirtschaftlich schweren Zeiten. Die angespannte Lage auf dem Papiermarkt mache dem Unternehmen derzeit zu schaffen, erklärte Schleunung kurz die Hintergründe. „Dieses Geschenk ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagte er und dankte den Empfängern für ihre großartige Arbeit.
Grollmann und Klein berichteten von einem soeben fertiggestellten Anbau sowie der Anschaffung neuer pädagogischer Hilfsmittel, wofür die Schleunung-Spende ein willkommener Beitrag sei. Sie gaben zu verstehen, dass für die Förderung und Begleitung von Kindern mit Handicap jeder Euro von Bedeutung sei. Das werde sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern.
Ebenso darf sich auch in diesem Jahr der gemeinnützige Verein Standpunkt e.V. aus Würzburg über 2.000 Euro freuen. Die Organisation setzt sich für Menschen und Tiere in Not ein und freut sich jedes Jahr aufs Neue über die Zuwendung von Schleunungdruck.

Seit dieser Woche bei unseren Geschäftskunden und Partnern im Briefkasten. Unser exklusives Schleunung Magazin rund um das Thema Nachhaltigkeit. Und weil uns dieses Thema so wichtig ist, kommt nicht die Geschäftsführung zu Wort, sondern die nächste Generation – Die Schleunung Jugend. Immerhin sind sie es, die ein besonderes Interesse daran haben, dass unser Unternehmen noch viele Generationen vorbildlich die Branche vertritt. Die Auszubildenden haben uns durchleuchtet, viel Gutes gefunden, aber auch aufmerksam gemacht, wo wir noch besser werden können. Auch die Papier- und Energiekrise kommt im Magazin nicht zu kurz. Immerhin geht vieles Hand in Hand. Wichtig ist, erkennen, aufmerksam machen, zuhören, anpacken. Nie war das wichtiger als in der jetzigen Zeit. Gedruckt wurde das Magazin, passend 😉, auf Original Büttenpapierfabrik Gmund Hanfpapier im Biofarben.
Sie haben kein Magazin erhalten und würden gerne mal mitlesen? Gerne senden wir Ihnen ihr persönliches Muster zu. Denn wir sind die Herzblut-Druckerei.

10.000 Bäume für unsere Heimat, dem Spessart.
Edelkastanie, Feldahorn, Flatterulme, Kirsche, Sommerlinde, Wildbirne, Spitzahorn, Eibe, Baumhasel, Rot- und Hainbuche. Schöne Namen sind das. Was eint sie? Es sind selten gewordene heimische Baumarten. Warum sprechen wir hier über Bäume? Weil sie eine unserer Lebensgrundlagen darstellen und weil es vielen von ihnen derzeit nicht gut geht. Bis hierhin nichts Neues.
Jetzt aber: Rund 30 Mittelständler aus dem Raum Main Spessart sind innerhalb kürzester Zeit dem Ruf einer neuen regionalen Initiative gefolgt und legen los! „Spessartbaum – Heimat gestalten“ heißt die gemeinnützige Organisation, die seit Wochen mediale Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Wir wollen unsere Region zukunftsorientiert gestalten, informieren und ein neues Bewusstsein für unsere Heimat schaffen“, erklären die Gründungsmitglieder auf ihrer Homepage www.spessartbaum.org
Gemeinsam mit anderen Unternehmen aus der Region sind auch wir bei Schleunung von der Idee überzeugt und haben uns von der Begeisterung der Organisatoren anstecken lassen. Als Papierverarbeiter haben wir natürlich eine besondere Beziehung zum Wald und freuen uns, jetzt ganz unmittelbar an dessen Erhalt mitwirken zu dürfen.
Das erste Etappenziel ist inzwischen erreicht: 10.000 junge Bäumchen sind finanziert und wurden am 30. Oktober bei Gemünden in 2,4 Hektar vorbereiteten Boden eingepflanzt. Und zwar von zehnköpfigen Teams der einzelnen Sponsoren höchstpersönlich. Natürlich waren auch wir von Schleunung mit am Start.
Medienwirksamer Sturm im Wasserglas? Ganz und gar nicht! Die Planungen von Spessartbaum reichen weit in die Zukunft. Um die Neupflanzungen wird man sich drei Jahre lang intensiv kümmern, falls nötig, wird sogar gewässert. Freischneiden, nachpflanzen, durch Zäune schützen gehören zum Auftaktprogramm. Für die kommenden Jahre plant man viele weitere Aktionen in den Bereichen Stadtbäume, Waldumbau, Streuobstwiesen und Waldränder. Wir freuen uns schon drauf!

Papierpreise steigen atemberaubend schnell
Sicherlich wissen Sie bereits, dass es auf dem Rohstoffmarkt für Papier aktuell dramatische Entwicklungen gibt. Genauer gesagt rotiert die Preisspirale für Papier, Pappen, Verpackungen, Druckplatten und nicht zuletzt Energie erschreckend schnell.
Die gesamte Druckbranche ist derzeit mit Preiserhöhungen konfrontiert, die es so in den vergangenen 20 Jahren nicht gegeben hat.
Hier ein Überblick:
– Seit Juli 2021 bis Oktober: Steigerung der Papierpreise um bis zu 15%
– Weitere Preissteigerung bis Jahresende: 10 bis 15%
– Für das 1. Quartal 2022 wurden bereits weitere Erhöhungen der Papierpreise um 10 bis 15% angekündigt
(Dies gilt in ähnlichem Umfang für Pappen, Verpackungen und auch Wellpappe.)
Somit erreichen die Papierpreise einen Anstieg um bis zu 45 Prozent innerhalb kürzester Zeit.
Die einzige Alternative wäre, Belieferungen zu stoppen. Diese Situation ist für uns und natürlich auch für Sie im höchsten Maße unbefriedigend.
Bei den Druckplatten steigen die Preise ebenfalls um 25%. Die Gründe liegen hier in den deutlich gestiegenen Preisen für Aluminium (seit Dezember 2020 um ca. 95%) sowie Strom und Gas.
Gemeinsam Planungssicherheit schaffen
Jetzt aber endlich eine gute Nachricht: Wir sind weiterhin lieferfähig. Für 2022 rechnen wir fest mit der Lieferung der bereits zugesagten Papiermenge und setzen alles daran, Mengen zu sichern und die Lieferwege offen zuhalten!
Dazu haben wir jedoch ein sehr wichtiges Anliegen: Bitte informieren Sie uns auch weiterhin möglichst frühzeitig über geplante Aufträge. Wir möchten auch in diesen schwierigen Zeiten alle Kundinnen und Kunden gewohnt zuverlässig bedienen. Dazu benötigen wir vor allem Planungssicherheit.
Natürlich werden wir alles dafür tun, auch kurzfristige Aufträge umzusetzen.
Anpassung der allgemeinen Geschäftsbedingungen
Aus oben beschriebenen Gründen sind wir gezwungen, unsere AGBs an die aktuelle Situation anzupassen. Viele unserer Zulieferer leiden ebenfalls unter der Lage am Markt und geben weder für Liefertermine noch für Preise verbindliche Zusagen.
Obwohl wir bei Schleunung sehr vorausschauend planen und Lieferengpässe zunächst ausgleichen können, müssen wir uns gegen Ausfälle absichern.
Dazu haben wir IV. Lieferung Absatz 5 und VI. Beanstandungen/Gewährleistungen Absatz 3 geändert.
Selbstverständlich steht Ihnen das Schleunung-Team jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung. Wir bedanken uns schon im Voraus sehr herzlich für Ihr Vertrauen, Ihre Flexibilität und Ihre Kooperationsbereitschaft!
Hier finden Sie weitere Hintergrundinformationen zum Thema.
Christoph Schleunung, Vorsitzender des VDMB, hat auf der Jahrestagung des Verbandes über das Thema gesprochen:
Gerne schicken wir Ihnen auf Wunsch auch die Schreiben verschiedener Papierhersteller mit deren sehr kurzfristiger Preisankündigung zu.
Oktober 2021

Eine Urkunde für uns jagt die Nächste. Im konkreten Fall werden wir als Mitglied der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände für 10 Jahre Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet. Jahr für Jahr finden wir neue Möglichkeiten um nachhaltiger und wertschöpfender arbeiten zu können. Dabei haben wir immer das Ganze im Blick. Es reicht nicht, nur zertifizierte Papiere zu verwenden. In Kürze erfahrt ihr, wie und was wir bei Schleunung schon alles für unsere Umwelt tun und welche Ideen wir noch umsetzen wollen. Wir haben unseren Arbeits- und Lebensraum stets im Blick und gehen bewusst in die Zukunft!
Stellvertretend für das ganze Schleunung-Team übernahm Geschäftsführer Ulrich Stetter (rechts) die Urkunde von Dirk Müller,(VDMB, links). Wir sagen herzlichen Dank und sehen es als Motivation, weiterhin alles zu tun, um unsere Umwelt zu schützen.
Erfolgreich zertifiziert nach PSO!
März 2022

Bereits zum siebten Mal haben wir uns der Prüfung nach den engen Qualitätstoleranzen des Prozessstandard Offsetdruck (PSO) unterzogen und die Anforderungen dieses wichtigen Branchenstandards problemlos erfüllt. Auch wenn wir schon alte Hasen sind, ist die PSO jedes mal eine bedeutsame Aufgabe. Durch unsere stetige Weiterentwicklung wie z.B. neue Druckmaschinen und aktuell, die Umstellung auf prozesslose Plattenbelichtung, können und wollen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern setzen uns mit Leidenschaft und natürlich Herzblut dafür ein, dass wir unseren Standard immer auf höchster Stufe halten.
Das Gütesiegel PSO dokumentiert alle zwei Jahre aufs Neue unabhängig und neutral unsere in den hausinternen Abläufen fest verankerte Qualität bei der Herstellung von Printprodukten. Geprüft wurden die Module Colormanagement, Datenhandling, Prüfdruck (Proof), Druckformherstellung, Einrichten von Druckaufträgen und Fortdruck.
Stellvertretend für das gesamte Schleunung-Team nahmen Markus Jaskolla (Produktionsleitung, rechts), Thomas Schröder (Abteilungsleiter Druck, links) und Andrea Mühl (Mediendesign) die Urkunde aus den Händen von Dirk Müller vom Verband Druck und Medien Bayern (VDMB) entgegen. Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung unserer Standards und sind stolz darauf.
Finn, unser stolzer 2. Gewinner
März 2022

WAHNISNN – 2. Sieger im Gestaltungswettbewerbes der Druck- und Medienverbände vdmno bvdm vdmb für die Auszubildenden. Und das bei dem Thema bundestagswahl2021. Da hatte Finn ganz am Anfang noch überhaupt keinen Plan, was er da einreichen soll. Doch schnell war ihm klar, dass es um ihn und seine Altersklasse gehen soll. Erstwähler. Er stellte sich die zentrale Frage: Was ist mir wichtig. „We want our Future to be safe.” In dieser Aussage steckt der Klimaschutz, die Einhaltung der Menschenrechte, die Gesundheit und der Weltfrieden. Gerade in der jetzigen Zeit überall präsent. Die Politik sollte gerade bei den Erstwählern genau hinsehen. Das sind die Wähler die ihnen am längsten bleiben. Die gute Idee und die gestalterische Umsetzung haben die Jury überzeugen können. Und Finn, der ist ganz aus dem Häuschen. Immerhin war der 2. Platz noch mit 500 Euro dotiert. Kann ein Azubi immer gut gebrauchen. Gratulation auch an Nancy und Nora von der niedermayrgroup zum verdienten ersten Platz. Finn ist mega motiviert nun in seiner Traumausbildung weiterzumachen. Und wir, das ganze Schleunung Team, sind mächtig stolz und gratulieren aufs Herzlichste. Weiter so Finn.

Zum 75 jährigen Jubiläum des VDMB erinnert sich Christoph Schleunung an viele Schleunung Jahre Verbandstätigkeit. Erschienen ist der Artikel auf den Jubliäumseiten der Verbands-Homepage. Natürlich möchten wir diese Erinnerungen auch mit unseren Kunden und Wegbegleitern teilen.
Die Geschichte der Druckindustrie in Bayern ist eng mit dem Namen Schleunung verknüpft. Der Landesvorsitzende Christoph Schleunung und sein Vater, Willy Schleunung, decken gemeinsam viele Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement ab. Sie haben wesentliche Etappen des VDMB geprägt.
Von Christoph Schleunung, Landesvorsitzender VDMB und Geschäftsführender Gesellschafter Schleunungdruck und Druckhaus Mainfranken
Ich erinnere mich noch gut daran, wie mich mein Vater Willy schon als Bub mit zu den Verbandstagungen nahm. Ich durfte am Freitag die Schule schwänzen, fuhr mit ihm an den Tegernsee und verbrachte dann das Wochenende als stiller Beobachter unter Druckern, Verbandsvertretern und Politikern. Das waren besondere Erlebnisse, die meinen weiteren Werdegang augenscheinlich beeinflusst haben. So lange ich denken kann, haben die Schwarze Kunst und die Verbandsgemeinschaft mein Leben geprägt. Die Liebe zu Print und die tiefe Verbundenheit zu Branche und Verband wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Mein Vater gehörte der Gründergeneration unserer sozialen Marktwirtschaft an. Nach Kriegsende und nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft, baute er mit drei Mitarbeitern die Druckerei Schleunung im Hinterhof der elterlichen Gaststätte in Marktheidenfeld auf. Er war stolzer Buchdruckerlehrmeister und engagierte sich für die Branche mit sehr viel Herzblut.
Willy Schleunung (r.) wird auf der 27. Mitgliederversammlung des VBD in Garmisch-Partenkirchen von den Mitgliedern als Nachfolger von Eberhard Oldenbourg (l.) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er bleibt 20 Jahre lang Landesvorsitzender des VDMB.
Zur gleichen Zeit fanden sich nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs viele bayerische Druckereibesitzer zusammen, um den Verein der Graphischen Betriebe in Bayern aus der Taufe zu heben. Die erste Organisation ihrer Art nach Kriegsende, die richtungsweisend für viele später entstandene Berufsvertretungen war, und die bereits im ersten Jahr über 1000 bayerische Unternehmen als Mitglieder zählte. Auch Schleunungdruck gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Dem Druckunternehmer und ersten Vorsitzenden Theodor Dietz gelang es damals, das gesamte graphische Gewerbe in Bayern zu einer Gemeinschaft zu vereinen. In seiner Rede auf der ersten Jahrestagung des Verbandes in Regensburg berichtete er von Reisen unter schwersten Verhältnissen durch ganz Bayern, um überall die Fäden anzuknüpfen, die wegen des Krieges zerrissen waren. Über seine Begegnungen mit den Unternehmern im ganzen Land sagte Dietz: „Überall fand sich guter Wille und Idealismus und die Erkenntnis der Notwendigkeit der Vereinigung vor, besonders aber in den zerstörten Gebieten unserer Heimat.“
» Die Ermöglichung der Begegnung und des wertvollen Austauschs der Mitgliedsunternehmen untereinander, ist eine der wichtigsten Aufgaben des VDMB. «
Es ist allgemein bekannt: Krisen meistert man am besten gemeinsam. Das wussten unsere Kolleginnen und Kollegen schon damals und auch wir haben in den zurückliegenden anderthalb Jahren festgestellt, wie wichtig ein funktionstüchtiger Verband für seine Mitglieder, insbesondere in schwierigen Zeiten, ist. Die Herausforderungen für Unternehmen sind auch heute umfangreich und vor allem breit gefächert: Digitalisierung, Fachkräftemangel, schneller technologischer Wandel und daraus resultierende hohe Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte. Dazu kommen die aktuellen, teils schwerwiegenden wirtschaftlichen Einschnitte, die die Corona-Krise mit sich brachte. Hier zeigt der Verband, weshalb ein gut funktionierendes Netzwerk, gegenseitige Unterstützung und wichtige Informationen ein Unternehmen zu Krisenzeiten stützen können. Die Mitgliedschaft in einem Verband bedeutet zudem theoretischen und praktischen Erfahrungsaustausch mit Kollegenbetrieben, die Präsentation des eigenen Unternehmens und den berühmten Blick über den Tellerrand.
Diese Blicke in Kollegenbetriebe konnte ich während meiner eigenen beruflichen Stationen vor dem Einstieg in die elterliche Firma werfen. Diese waren allesamt eng mit dem Verband verknüpft. Bereits während meines Studiums der Druckereitechnik Anfang der 80er Jahre in München absolvierte ich ein Praxissemester bei der überbetrieblichen Ausbildung (üba) in der Klenzestraße und bei der Firma Biering. Danach arbeitete ich zwei Jahre bei Mayr Miesbach – insgesamt eine sehr prägende Zeit mit interessanten Einblicken in die unterschiedlichen Betriebe.
Bereits kurz nach meinem Einstieg bei Schleunungdruck im Jahr 1985 wurde ich Schatzmeister des VDMB. Dieses Amt hatte ich 14 Jahre inne. Bald darauf vertrat ich zudem die Interessen der Unternehmen im Präsidium des Bundesverbands Druck und Medien bis hinein in die kleine Tarif-Verhandlungskommission – wie übrigens seinerzeit auch schon mein Vater. Als ich dann im Jahr 2013 auf der Jahrestagung in Augsburg einstimmig zum neuen Verbandsvorsitzenden gewählt wurde, war ich davon gerührt, dass ich – fast auf den Tag genau 40 Jahre nach meinem Vater – dieses Amt von den Mitgliedern anvertraut bekam. Auch heute noch ist es mir eine große Ehre von meinen Kollegen aus der Branche für geeignet befunden zu werden, sie zu repräsentieren.
Meine Aufgabe als Unternehmer sehe ich nicht nur darin, den wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen. Ich möchte meinen Berufsstand auch in der Öffentlichkeit vertreten und mich für ihn einsetzen. Mein Vater sagte einmal anlässlich der Verleihung des Rudolf-Ullstein Ringes im Jahr 1993 in Berlin: „Wir ehrenamtlich tätigen Unternehmer müssen Ziele definieren und vorgeben — und dafür sorgen, dass hochmotivierte und leistungsbereite Geschäftsführer den Freiraum zur strategischen Umsetzung haben.“ Für diesen Freiraum zu sorgen, das ist auch stets mein Anspruch und dafür setze ich mich gerne ein. Wie im Übrigen auch die rund 60 Vertreter aus den Betrieben, die sich heute in den verschiedensten Fachgremien und Branchenorganisationen des VDMB ehrenamtlich engagieren. Sie tun dies mit großem Einsatz zum Wohle aller Mitgliedsbetriebe und der gesamten Printbranche.
Der Verband, das sind für mich vor allem die Menschen, das Netzwerk und daraus entstehende und entstandene Freundschaften. Wir sitzen alle in einem Boot und ein Miteinander ist immer wertvoller als ein Gegeneinander. Die Veranstaltungen des Verbandes tragen als wichtige Plattformen für Begegnung hierzu bei. Viele Treffen und Jahrestagungen sind mir auch heute noch in besonderer Erinnerung. Sei es als junger Bub am Tegernsee oder als Landesvorsitzender in meiner Heimatstadt Würzburg beim Fränkischen Abend im Staatlichen Hofkeller. Die Ermöglichung der Begegnung und des wertvollen Austauschs der Mitgliedsunternehmen untereinander, ist eine der wichtigsten Aufgaben des VDMB.
Eines ist gewiss: Unternehmen, die über ein starkes Netzwerk verfügen, sind widerstandsfähiger als Unternehmen ohne funktionierendes Netzwerk – und diesen oftmals einen Schritt voraus. Und dabei ist es egal, ob es sich um einen großen Zeitungsbetrieb oder eine kleine Akzidenzdruckerei handelt. Der VDMB mit all seinen vielfältigen Unternehmen und Persönlichkeiten ist gelebte Solidarität. Eine einzigartige, großartige Gemeinschaft!
In diesem Sinne:
Gott grüß die Kunst!


Ulrich Stetter ist seit 2018 Mitglied des Vorstandes von Intergraf und wurde in der Generalversammlung am 27. Mai 2021 zum Präsidenten gewählt. Intergraf setzt auf die über 30-jährige Erfahrung von Ulrich Stetter in der Druckindustrie und darauf, unter seiner fachkundigen Führung die Agenda von Intergraf zielgerichtet weiterzuentwickeln.
Ulrich Stetter: „Die Druckindustrie hat in der Vergangenheit massive Veränderungen erlebt und erlebt sie gerade eben wieder in der gegenwärtigen Pandemie. Aber wie immer bieten solche Krisen auch Chancen für positive Veränderungen und Neues für die Branche. Daher bin ich mir sicher, dass die Druckbranche, wenn sie zusammensteht und gut informiert ist, viele neue Möglichkeiten aus der aktuellen Krise schaffen kann.”
Intergraf ist der europäische Verband der Druckindustrie, der die Arbeitgeber in diesem Sektor vertritt. Der in Brüssel ansässiger Dachverband mit 21 Mitgliedern aus 20 Ländern hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, die Druckindustrie in Europa zu vertreten und sich für sie einzusetzen. Intergraf arbeitet mit der Europäischen Union zusammen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors durch Interessenvertretung, Informationsaustausch, Networking, sozialen Dialog und europäische Projekte zu unterstützen.
Das ganze Team Schleunung wünscht Ulrich Stetter viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe und ist sehr stolz, mit ihm bereits den zweiten Präsidenten einer so wichtigen Interessensvertretung als Geschäftsführer zu haben. Neben Stetter ist Christoph Schleunung bereits Landesvorsitzender vom Verband Druck und Medien Bayern.
Mehr zu Intergraf und Ulrich Stetter finden Sie hier: